Hundert Jahre Maserati Tridente. Was als mutiges Experiment auf sizilianischem Asphaltbegann, ist heute eine der wohl spannendsten Geschichten im Motorsport. Wir Blicken zurück, genau auf diesen Start.

Es ist 1926. Der Tipo 26 rollt mit Dreizack auf der Haube zur Targa Florio und gewinnt direkt seine Klasse. Absoluter Wahnsinn. Ein Moment, der Maserati nicht nur ein Logo schenkt, sondern eine Identität. Der Dreizack wird zum Erkennungszeichen – kraftvoll, elegant, ein bisschen rebellisch.

Was mit dem Tipo 26 beginnt, entwickelt sich zu einer Motorsportlinie, die Maserati bis heute prägt. Aus dem ersten Sieg wird ein Jahrhundert voller Wettbewerbe, Grand‑Prix‑Triumphe, Weltmeistertiteln – von frühen Erfolgen in den 1930ern über die legendären 250F‑Jahre bis hin zu Langstreckenrennen und Tourenwagenserien. Maserati ist in dieser Zeit nie nur Teilnehmer, sondern immer wieder Taktgeber. Rückschläge gehören dazu, Comebacks erst recht. Daraus entsteht ein unerschütterlicher Wille, schneller und besser zu werden. Denn Rennsport ist für Maserati kein Kapitel, das man gelegentlich aufschlägt, sondern der rote Faden, der die Marke seit 100 Jahren zusammenhält.

Kein Wunder also, dass die Italiener hundert Jahre später wieder dort stehen, wo alles begann: auf der Rennstrecke. 2026 rollen mindestens vier GT2-Boliden an den Start, darunter Teams wie LP Racing, Dinamic Motorsport und erstmals i4Race. Der Spirit ist derselbe wie 1926: technisch versiert, zielstrebig und kompromisslos sportlich. Nur heute mit deutlich mehr Carbon und einer sehr viel raffinierteren Aerodynamik.

Doch ein Jubiläum lebt nicht nur von Nostalgie, sondern von dem, was daraus entsteht. Maserati nutzt das Jahr des Tridente um zu zeigen, wie sich Tradition in zeitgemäße Technik übersetzen lässt. Das neue GranCabrio steht dabei als klassischer Grand Tourer in Reinform: ein viersitziges Cabrio mit Stoffverdeck, angetrieben vom Nettuno-V6, mit 550 PS und einer Spitze von 316 km/h. Noch intensiver wird es mit dem MCPura Cielo. Das Hardtop-Cabrio setzt auf dieselbe Motorbasis, allerdings in der 630‑PS‑Ausbaustufe, knackt damit sogar die 320 km/h Marke und verbindet so die Leichtigkeit eines offenen Dachs mit der Ernsthaftigkeit eines Supersportlers.

Und dann wäre da noch die elektrische Seite der Marke, die Maserati in die Zukunft führt, ohne den Charakter zu verlieren. Als Folgore zeigen GranCabrio, aber auch Grecale und GranTurismo, wie vielseitig der Dreizack heute sein kann. Alle setzen auf drei Elektromotoren, Allradantrieb und eine Leistungsentfaltung, die klar macht, dass Elektrifizierung hier kein Kompromiss ist, sondern eine Weiterentwicklung. 100% elektrisch bedeutet schlicht: 100% Maserati. Die nächsten hundert Jahre dürfen also gerne kommen, die Italiener sind bereit.
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