Till Brönner – Der Kreative Perfektionist

Wir kennen den im Sternzeichen des Stiers geborenen Ausnahmekünstler aus Viersen als Weltstar der Jazztrompete. Seine Alben rangieren meist auch ganz oben in den Pop-Charts. Till Brönner ist aber nicht nur ein ausgezeichneter Trompeter, sondern er hat auch noch weitere kreative Talente. Und auch diese lebt er mit großer Leidenschaft und großem Erfolg.

Cyrill Matter für EDUARD DRESSLER

Till Brönner hat sich inzwischen einen Namen als Fotograf gemacht und viele Berühmtheiten wie Udo Lindenberg oder August Wittgenstein schon ins rechte Licht gesetzt. Aber jetzt waren seine Bilder auch in einer Ausstellung zu bewundern. Am 3. Juli startete im Duisburger Museum Küppersmühle (kurz MKM genannt) die Ausstellung «Melting Pott», die seinen Blick auf das Ruhrgebiet zeigte. Ein Hauptthema war die Diversität des Potts. Daher gab es Aufnahmen von Berühmheiten und Menschen von nebenan, Zechen und auch vielen heiligen Rasen des Fußballs.

Das ist schon eine Ehre und Auszeichnung, seine eigene Fotoausstellung in einem Museum zu bekommen. Erst mal Gratulation dazu. Fotos sind ja wie Musik eine Art Lebensdarstellung. Aber wie kamst Du zur Fotografie? Wie würdest Du Deine fotografische Handschrift selbst bezeichnen?
Als Musikkünstler wurde ich eigentlich ziemlich oft fotografiert. Dabei hätte durchaus mein Interesse für die andere Seite geweckt werden können. Aber mich intersssierten andere Themen. Erst als ich die Musik für Julian Benedikt’s Film „Jazz Seen“ über das Leben und Schaffen des amerikanischen Jazz und Personality-Fotografen William Claxton schreiben durfte, begann ich zu begreifen, wie sehr Fotografie und Jazz miteinander verwandt sind. Es ist diese Kommunikation und Offenheit zwischen Fotograf und Subjekt, die am Ende etwas entstehen lassen kann, das sich abhebt, uns Energie und Impulse liefert. Ganz wie im Jazz. Ich bin mit der Kamera durchaus ähnlich nah an mir dran wie mit der Trompete. Ich liebe es, Portraits von Menschen zu machen. Dennoch entwick-le ich mich weiter und nicht zuletzt „Melting Pott“ im Duisburger MKM hat mich anders mit der Kamera umgehen lassen als ich es bis dato gewöhnt war. Man kann das deutlich sehen in der Ausstellung.

Cyrill Matter für EDUARD DRESSLER

Du stehst aber auch nicht nur hinter der Kamera. Du bist ja auch schon mehrere Jahre inzwischen Testimonial des deutschen Mode-labels „Eduard Dressler“. Stehst Du lieber vor oder hinter der Kamera? Und hat Dir das auch geholfen, Deinen „Models“ die Momentauf-nahmen zu erleichtern bzw. sie zu dirigieren? Eduard Dressler macht ja modern-klassische Männermode. Ist das auch Dein persönlicher Kleidungsstil?
Ich stehe schon deutlich lieber hinter der Kamera als davor. Aber ich bin Profi und weiß, wie ich mich vor der Kamera verhalten muss, um für die Beteiligten brauchbare Ergebnisse zu liefern. Mein persönlicher Kleidungsstil wird durch Eduard Dressler auf angenehme Art und Weise unterstrichen und betont. Wir sind nicht ohne Grund seit Jahren bereits miteinander unterwegs und ich schätze die Kultur, die in diesem Haus gepflegt und hochgehalten wird. Mode sollte nicht vom Menschen ablenken, der sie trägt, finde ich….

Cyrill Matter für EDUARD DRESSLERDas komplette Interview lesen Sie in der APPROVED Ausgabe 3/19 auf Readly

Interview von Oliver Rauh
Fotos von Cyrill Matter für EDUARD DRESSLER

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