Hand auf’s Herz – viele empfinden Zahnpflege als unspektakuläres Pflichtprogramm. Dr. med. dent. Oliver Spitz will das ändern. Ein Gespräch über Routinen, Wirkstoffe und die Frage, warum moderne Oral Care weit mehr ist als eine Tube im Bad.

APPROVED: Dr. Spitz, Sie sind Zahnarzt, haben eine eigene Praxis in Rosenheim. Was hat Sie zuerst gepackt: der Wunsch nach besseren Produkten oder der Spaß daran, Zahnpflege populär zu machen?
Dr. med. dent. Oliver Spitz: Der Ursprung liegt in der täglichen Arbeit am Patienten. Man sieht schnell, wo klassische Zahnpflegeprodukte an ihre Grenzen stoßen. Ich wollte nie „noch eine Zahnpasta“ , sondern Produkte, die zahnmedizinisch sinnvoll sind und heutigen Ansprüchen an Qualität, Ästhetik und Lebensstil entsprechen. Dass Zahnpflege dadurch sichtbarer und emotionaler wird, ist ein wichtiger Nebeneffekt: Nur Produkte, die Menschen gerne verwenden, werden Teil ihrer Routine.

Der Name „ELEVEN ELEVEN“ fällt sofort auf. Was steckt dahinter – und wie hängt er mit Ihrem Slogan „The Power of 11“ zusammen?
Die Zahl 11 steht für Präzision, Klarheit und Wiederholung – zentrale Prinzipien der Zahnmedizin. „ELEVEN ELEVEN“ verstärkt diese Idee: tägliche Routinen, konsequente Abläufe, kleine Handlungen mit großer Langzeitwirkung. „The Power of 11“ übersetzt genau das: Nicht große Maßnahmen, sondern konstante Entscheidungen im Alltag prägen Gesundheit und Ästhetik.

Warum ist ein stilvolles Design genauso wichtig wie hochwertige Inhaltsstoffe?
Weil Zahnpflege ein tägliches Produkt ist. Design ist der erste Berührungspunkt, entscheidet über Sichtbarkeit, Nutzung und den Platz im Badezimmer. Für mich ist es Teil der Funktion: Ein Produkt, das sich gut anfühlt und hochwertig aussieht erhöht die Compliance und damit die medizinische Wirksamkeit.
Sie arbeiten mit Wirkstoffen, die man nicht in jeder Drogerietube findet. Welche Rolle spielen Hydroxyapatit, Fermente und Pflanzenextrakte?
Wir verbinden klassische Zahnmedizin mit modernen biologischen Ansätzen. Hydroxyapatit orientiert sich an der natürlichen Zahnstruktur, unterstützt die Remineralisation und glättet Oberflächen. Lactobacillus Ferment wirkt auf das orale Mikrobiom und fördern ein gesundes Gleichgewicht. Pflanzenextrakte ergänzen durch entzündungshemmende und antioxidative Effekte. Entscheidend ist das Zusammenspiel: keine „Trend-Inhaltsstoffe“, sondern klare, wissenschaftlich sinnvolle Formulierungen, die gut verträglich und langfristig wirksam sind.
Was würden Sie sich wünschen: Was sollte sich beim Thema Zahnpflege in Zukunft verändern – für Branche und Menschen?
Dass Zahnpflege stärker als Teil eines ganzheitlichen Gesundheitskonzepts verstanden wird. Heute liegt der Fokus oft auf Reparatur statt Prävention. Der Mund ist jedoch zentral für die allgemeine Gesundheit, auch im Kontext von Longevity. Für die Branche heißt das: mehr Substanz, weniger austauschbares Marketing, mehr Transparenz. Und für die Menschen: das Bewusstsein, dass Zahnpflege kein Pflichtprogramm sondern tägliches Investment in Gesundheit, Wohlbefinden und Ausstrahlung ist.

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