Es beginnt mit einem Gerät, das auch in einem Science-Fiction-Film nicht fehl am Platz wäre und endet mit einem völlig neuen Blick auf die Welt. Wortwörtlich. Rodenstock hat uns eingeladen, seine innovativen biometrischen Brillengläser zu testen, die auf Basis einer Vermessung mit dem DNEye Scanner gefertigt werden. Das technische Schwergewicht vermisst das Auge in all seinen Facetten. Durchaus angebracht – schließlich handelt es sich um unser wohl wichtigstes Sinnesorgan, das bisher viel zu oft mit Standardwerten abgespeist wurde.

Sie sind einzigartig, komplex und leisten Großes: Unsere Augen nicht nur Fenster zur Welt, sondern Hochleistungsorgane mit eingebautem Superzoom. Sie fokussieren, lte rn und reagieren in Sekundenbruchteilen. Außerdem sind sie echte Unikate. Nicht nur in der Farbe, sondern auch in Form und Größe. Die Iris ist so individuell, dass sie als Identika tionsmerkmal dient und mehr eindeutige Merkmale aufweist als ein Fingerabdruck. Keine zwei Augen sind exakt gleich – nicht einmal bei derselben Person. Das macht es umso erstaunlicher, dass meist lediglich vier Messwerte bei anderen Optikern für Standard-Brillen als ausreichend gelten. Dabei verdient dieses Duo mehr als Durchschnitt.
Rodenstock weiß das und nutzt mal schnell seine fast 150 Jahre Erfahrung, um mit voller Kraft Richtung Zukunft zu steuern. Statt sich auf Bewährtes auszuruhen, zeigt sich das Münchner Unternehmen als Pionier einer Branche, die gerade vielleicht nicht neu erfunden, aber mit Sicherheit neu gedacht, vermessen und verstanden wird. Ehre wem Ehre gebührt.

Herzstück dieser Innovation ist der DNEye Scanner. Ein kleines Gerät mit großer Wirkung. Der Name ist übrigens eine Kombination aus den Begrieffen „DNA“ und „Eye“, da hier das Auge in all seinen Facetten betrachtet wird. Denn der Scanner vermisst das Auge nicht nur in Länge und Krümmung, sondern analysiert auch Brechkraft, Pupillengröße und sogar minimale Asymmetrien. Was daraus entsteht, sind biometrische Brillengläser. Statt starrer Sehbereiche gibt es fließende Übergänge, die sich an der tatsächlichen Anatomie des Auges orientieren. Jeder Punkt im Glas ist exakt auf die Blickrichtung, Pupillendistanz und Augenbewegung abgestimmt. Besonders bei Gleitsichtgläsern ist das ein Gamechanger: Unschärfebereiche sind zwar unvermeidbar, aber hier deutlich reduziert. Statt harter Übergänge gibt es ie ßende Zonen, die sich dem Sehverhalten anpassen. So fühlt sich der Blick nicht korrigiert an, sondern natürlich. Fast so, als wäre da gar kein Glas.
Und weil Theorie schön ist, Praxis aber besser, durften wir selbst erleben, wie sich unser Sehen neu kongurie ren lässt. Der Termin dauerte rund zwei Stunden, in denen fleißig vermessen, geprüft und besprochen wurde. Nicht zum Zeitvertreib, sondern mit dem Ziel, ein exaktes biometrisches Porträt des Auges zu erstellen. Denn nur auf dieser Basis lassen sich Brillengläser fertigen, die nach Individualität entstehen. Die Vermessung bei Rodenstock ist ein Zusammenspiel aus objektiver und subjektiver Vermessung: Zuerst der DNEye Scanner und dann ein klassischer Sehtest. Jeder Messwert, jede Krümmung, jede minimale Asymmetrie fließt ein und macht das Ergebnis so einzigartig wie das Auge selbst. So wird etwa die Sehstärke nicht auf viertel, halbe oder ganze Dioptrien gerundet, sondern exakt so berechnet, wie es das Auge vorgibt.

Den Start machte der DNEye Scanner. Licht, Dunkelheit, Luft stoß – das volle Programm. Anfangs fühlt es sich vielleicht noch ein wenig ungewohnt an: Man sitzt still, das Kinn auf einer kleinen Stütze, der Blick in ein Gerät, das mehr über das eigene Auge weiß als man selbst. Doch nach wenigen Minuten stellt sich eine gewisse Routine ein. Es wird hell, dann dunkel, der DNEye Scanner wechselt vom linken zum rechten Auge. Aber unangenehm ist das nicht, eher überraschend präzise. Während das Gerät still seine Daten sammelt, entsteht ein digitales Porträt des Auges, das so detailliert ist, dass man sich fast fragt, ob es hier wirklich „nur“
um eine Brille geht.

Danach folgt der subjektive Sehtest. Punkte und Quadrate – vertraut, aber wichtig. Hier wird das Fundament gelegt, auf dem die biometrischen Daten später aufbauen. Hier geht’s um persönliche Wahrnehmung, um das, was sich gut anfühlt und nicht nur das, was messbar ist. Danach wird konfiguriert: Gleitsicht, Blaulichtfilter, Kontrastverstärker – alles kann, nichts muss. Nur die Wahl der Fassung bringt einen kurz ins Schwitzen. Zwischen Designklassikern und Newcomern fällt die Entscheidung schwer. Die Optikerin berät ehrlich, der Ehemann kommentiert charmant und am Ende passt alles. Zu guter Letzt noch eine Messung: mit dem ImpressionIst macht der Optiker ein Foto mit der neuen Fassung. Denn schließlich muss auch berücksichtigt werden, wo das Brillenglas in welchem Absatz zum Auge in der Fassung sitzen wird. Und wo man letztlich durchschaut. Dann heißt es abwarten.

Nach acht Werktagen ist es schließlich soweit, unsere Brille liegt bereit. Zum Abholen kommen wir persönlich vorbei, damit die Fassung noch einmal angepasst werden kann. Und dann der große Moment: aufsetzen, staunen und erstmal schweigen. Der Kopf dreht sich von links nach rechts, von oben nach unten, als sehe man die Welt um sich herum zum ersten Mal. Dann folgt der doch etwas überraschte Ausruf: „Oha“. Der Unterschied zu herkömmlichen Brillen ist nicht subtil, sondern deutlich spürbar. Oder eben genau nicht spürbar, denn plötzlich ist da nichts, was stört, drückt oder verzerrt. Die Brille sitzt und das Glas fühlt sich nicht wie Glas an, sondern wie ein natürlicher Teil des Blicks. Ein bisschen lässt sich das erklären, wie den Moment, wenn man zum ersten Mal durch gerade frisch geputzt Fenster sieht und sich über den endlich wieder guten Durchblick freut.
Rodenstock zeigt hiermit, dass gutes Sehen kein Zufall ist, sondern eine Frage der Präzision. Wer einmal durch biometrische Gläser geschaut hat, will nicht zurück. Es ist, als hätte das Auge endlich das bekommen, was es verdient: Aufmerksamkeit, Maßarbeit und ein bisschen Science-Fiction.

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